Leseprobe

1 Einleitung zur Trilogie „Alanée’s Seelen-Reise“
Mein jetziges Erdenleben begann im Februar 1960. Als Kind überkam mich manchmal das
Gefühl, einfach auf der Erde ausgesetzt worden zu sein. Wenn ich mir den Sternenhimmel
betrachtete, dachte ich, warum holt ihr mich nicht wieder ab? Nur – wer sollte mich wieder
abholen? Und wer gab mir das Gefühl, dass es meine Aufgabe war, hier auf dem Planeten
Erde zu sein? Ich fand mich damit ab, doch eine unbestimmte Sehnsucht blieb.
Als ich neun Jahre alt war, erlebte ich mit, wie ein Schmetterling aus seiner Puppe
schlüpfte. Spontan erklärte ich meiner Mutter: „So mache ich das auch. Wenn ich sterbe,
verlasse ich meinen Körper so, wie der Schmetterling aus der Puppe geschlüpft ist.“
Erst durch diese Aussage wurde mir bewusst: Ich wusste, dass mein Leben nach dem Tod
des physischen Körpers weitergeht. Es war für mich eine Tatsache, ohne dass mir jemand
davon erzählt hatte.
Für mich gab es bereits als Kind eine höhere, liebevolle Macht: Gott. Im Gebet bat ich ihn
um Schutz und Führung. Als Erwachsene lernte ich, dass diese göttliche Kraft auch in mir
ist, wie in jedem anderen. Wir sind immer mit dieser unbegrenzten Energie verbunden.
Durch unsere Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Glaubensmuster und Handlungen nutzen
wir die göttliche Kraft. Mir wurde die Verantwortung bewusst, die jeder von uns hat – nicht
nur, um in unserem eigenen Leben glücklich zu sein, sondern auch, um unsere Außenwelt
glücklich zu gestalten. Wir alle bewirken, wie es in der Welt aussieht – da sie der Spiegel
unserer gemeinsamen Innenwelten ist.
Außerdem erkannte ich, dass nicht nur unsere bewussten Gedanken, Gefühle und
Vorstellungen Auswirkungen haben, sondern auch unsere unbewussten Prägungen:
Jeder von uns hat ein Bewusstsein, mit dem wir das wahrnehmen, was jetzt ist, und
Entscheidungen treffen, die unser weiteres Leben gestalten – durch unsere jetzigen
Gedanken, Gefühle und Vorstellungen. Doch wir haben auch ein Unterbewusstsein, in dem
alles gespeichert ist, was wir jemals erlebt haben – sei es in diesem oder in früheren
Leben, ob auf der Erde oder auf anderen Planeten. Diese unterbewussten Erlebnisse,
Entscheidungen und Prägungen beeinflussen unser Tagesbewusstsein mit, auch unseren
Umgang mit anderen Menschen sowie unsere Reaktionen auf das, was wir sehen, hören
und fühlen.
Je freier wir also von blockierenden, begrenzenden Entscheidungen aus der Vergangenheit
sind, umso mehr Energie haben wir in der Gegenwart zur Verfügung, und umso
konstruktiver und vertrauensvoller können wir unser Leben im Hier und Jetzt gestalten.
Ich genieße es, mich mit „Gott in mir“ und mit „Gott in Allem-was-ist“ verbunden zu fühlen
und, so gut es mir möglich ist, aus diesem Einssein heraus in der Welt zu wirken. Tägliche
Meditationen haben mir dabei geholfen, die Verbindung mit meinem Hohen Selbst und
meiner ICH BIN-Gegenwart aufzubauen und zu stärken. Unterstützend wirkte hierbei auch
die Transformation von unbewussten, blockierenden Prägungen, die aus diesem und aus
früheren Leben stammten.
Je freier wir von begrenzenden Vorstellungen und Glaubensmustern sind, umso intensiver
kann die göttliche Kraft in uns einfließen, bis wir eines Tages ganz durchlichtet sind und
vollkommen aus unserem Hohen Selbst und unserer ICH BIN-Gegenwart heraus leben –
so wie es uns bereits die Menschen vorgelebt haben, die die Meisterschaft erreicht haben,
z.B. Jesus Christus, Buddha, Paramahansa Yogananda, der Magus von Strovolos
(Daskalos), Saint Germain, Mutter Maria, Lady Rowena, Teresa von Avila…
Auf unserem spirituellen Entwicklungsweg erhalten wir Unterstützung von Engeln,
Erzengeln, Lehrern und Freunden aus der geistigen Welt, von aufgestiegenen Meistern
und Meisterinnen, liebevollen Naturwesen und von engelhaften Außerirdischen, die uns in
ihrer ethischen, technischen und spirituellen Entwicklung weit voraus sind. Sie wirken
gemeinsam, um uns Erdenmenschen besonders bei unserer ethischen und spirituellen
Entwicklung zur Seite zu stehen – damit wir auch die technischen Erfindungen
verantwortungsbewusst und konstruktiv zum Wohle der Menschheit und der gesamten
Schöpfung nutzen. Unsere geistigen Freunde helfen uns gern, wenn wir sie um ihre Hilfe
bitten – in dem Maße, wie wir ihre Unterstützung annehmen können und wie es die
göttliche Ordnung erlaubt. Nichts geschieht gegen unseren freien Willen. Deshalb ist es so
wichtig, dass wir wieder lernen zu bitten, zu beten. Wenn uns das gelingt, können wir
durch Gebete auch unseren Mitmenschen helfen, der Natur und den Tieren. Fürbitten sind
genauso wirksam wie Bitten für sich selbst. Sie werden von unseren meist für uns noch
unsichtbaren himmlischen und außerirdischen Freunden und Helfern gerne erfüllt – im
Einklang mit der göttlichen Ordnung.
Mit Gott und seinen Mitarbeitern können wir übrigens ganz natürlich sprechen – hörbar
oder in Gedanken -, so wie es uns auf der Seele liegt. Wichtig ist jedoch, dass unsere
Gebete, unsere Bitten, vom Herzen kommen – dass wir also den Inhalt unserer Worte
fühlen. Dadurch beinhalten sie eine noch stärkere Manifestationskraft.
Von meinen wahren Erlebnissen als Außerirdische Alanée berichte ich in Teil I „Alanée
von Alpha Centauri“ ausführlich in Romanform. Im Anhang dieser „Trilogie in 4 Teilen“
finden Sie Botschaften, die mir Ashtar Sheran, der Kommandant der intergalaktischen
Raumschiffflotte, auf telepathischem Wege übermittelt hat. Durch das Lesen dieser Texte
erhalten Sie die Möglichkeit nachzuempfinden, warum ich die Gewissheit habe, dass
Ashtar Sheran in meinem Leben als Alanée mein Vater Anthart war.
Durch Teil II „Alanée’s Erdenleben“ möchte ich Sie an meinen Einblicken in einige
meiner früheren Leben auf dem Planeten Erde teilhaben lassen. Ich finde es immer wieder
faszinierend, wie sich noch nicht verarbeitete Erlebnisse mit Personen in früheren Leben
im jetzigen Leben widerspiegeln können. Durch die Rückerinnerung kann eine Befreiung
von einengenden Glaubensmustern und eine deutlich spürbare Harmonisierung von
Gefühlen und Beziehungen bewirkt werden. Außerdem wird uns möglich, immer
vollständiger im Hier und Jetzt zu leben und unser Hohes Selbst und unsere ICH BINGegenwart auf Erden zum Ausdruck zu bringen – eine wichtige Voraussetzung für unseren
Aufstieg in die 5. Dimension; denn in der 5. Dimension nimmt alles sofort Gestalt an, was
wir bewusst und unbewusst denken, fühlen und uns vorstellen!
In Teil III „Alanée’s Visionen“ erfahren Sie in Teil A von einer ungewöhnlichen
Begegnung. Die Seele eines realen, auf Erden lebenden Schauspielers zeigte sich mir
deutlich, während ich meditierte. Nigel Montana (Name geändert) half mir während
mehrerer Meditationen dabei, mich an unsere gemeinsamen früheren Erdenleben zu
erinnern, aus denen noch etwas im Hier und Jetzt zu transformieren und loszulassen war.
Teil B des III. Teils beinhaltet eine Zukunftsvision meines Lebens in Romanform. Als
Fiktion berichte ich über Nigels und meine Begegnung in der irdischen Welt im 21.
Jahrhundert. Gemeinsam verwirklichen wir ein Filmprojekt. Dabei fließen immer wieder
Gespräche über Erinnerungen an unsere früheren Leben mit ein. Nigel, seine Frau und ihre
gemeinsame Tochter erwachen in ein spirituelles Bewusstsein hinein.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Freude und innere Berührung durch diese
„Trilogie in 4 Teilen“. Vielleicht gelangen dabei auch Erinnerungen an Ihre eigenen
früheren Leben – sei es auf der Erde oder auf anderen Planeten – in Ihr Bewusstsein?
Mögen Sie diese Erkenntnisse ebenfalls als sehr hilfreich empfinden, um Ihr jetziges Leben
so liebevoll und konstruktiv wie möglich zu gestalten – zu Ihrem eigenen Wohl und zum
Wohl des Ganzen! Und wenn Sie möchten, teilen Sie mir Ihre Erfahrungen gerne mit. Ich
freue mich darüber!
(Homepage: www.seelen-reise.de;
Email: lebensfreude@seelen-reise.de;
Postadresse: siehe unter „Kontakt“ auf meiner Homepage)
In Licht und Liebe,
Britta Stüven, einst Alanée

2 Die Zwillinge
Es war ein wunderbar sonniger und warmer Tag, als Alanée und Ariella das Licht der Welt
erblickten. Ihre neue Heimat war nun Metharia, ein Planet im Sonnensystem Alpha
Centauri. Die Bevölkerung lebte in Frieden miteinander und widmete sich hauptsächlich
dem Ausdruck ihrer künstlerischen und spirituellen Fähigkeiten sowie dem Erhalt des
Friedens im All. Die Aufgabe, den Frieden zu sichern, übernahmen besonders die
Weltraumfahrer von Metharia.
Die Zwillingsseelen Alanée und Ariella hatten sich dieses liebevolle und friedvolle neue
Zuhause verdient, da sie sich in ihrem bisherigen Leben voller Mitgefühl für ihre
Mitmenschen eingesetzt hatten und bereit waren, freiwillig in ihrer Entwicklung
weiterzureifen. Das brachte es mit sich, dass sie ein weiteres Leben wählten, das sie in die
Lage versetzen würde, anderen zu helfen. Doch die Erinnerung an diese Entscheidung
entschwand ihnen wie ein Traum am Morgen, als sie auf Metharia geboren wurden. …
3 Ein sonderbarer Zwischenfall
Alanée freute sich darüber, wieder an Bord des Raumschiffes Elion Sol zu arbeiten. Sie
genoss die Gelegenheit, so oft wie möglich in Emanuels Nähe sein zu können. Schließlich
war er ihr als Betreuer zugeteilt. Doch ein unerwartetes Schicksal traf Alanée, während sie
ihr zweites mehrwöchiges Praktikum auf der Elion Sol absolvierte…
„Anthart, Alanée fehlt noch. Ich kann sie nicht erreichen. Vielleicht ist ihr etwas
geschehen“, meldete Trentoré seinem Bruder beunruhigt.
„Ich weiß nicht. Sie ist schon mal zu spät gekommen, weil sie mit Emanuel zusammen war
und darüber die Zeit vergessen hatte. Ich gehe der Sache selbst auf den Grund. Übernimm
du die Brücke.“
Anthart verließ mit schnellen Schritten die Brücke. Er war ärgerlich über die erneute
Unzuverlässigkeit seiner Tochter und nahm den umgekehrten Weg, den sie von ihrem
Quartier aus zur Brücke zu gehen hatte. Anthart wollte wissen, was Alanée von ihrem
Dienst fernhielt. Plötzlich sah er seine Tochter. Alanée lag bewusstlos in einem der Gänge,
nicht weit von ihrem Quartier entfernt. Entsetzt hob Anthart seine Tochter auf und trug sie
auf schnellstem Wege in die Erholungsstation.
Glücklicherweise kam Alanée mit der Hilfe von Dr. Sahim schnell wieder zu Bewusstsein.
„Was ist passiert?“, fragte Anthart seine Tochter teilnahmsvoll.
„Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich mein Quartier verlassen habe, um meinen Dienst
zu beginnen. Dann bin ich hier wieder aufgewacht. Was in der Zwischenzeit geschehen ist,
weiß ich nicht.“
„Ich vermute, du hast aus seelischen Gründen einen Ohnmachtsanfall bekommen“,
übernahm Dr. Sahim das Wort, „vielleicht aufgrund der ungewohnten Belastung, an Bord
der Elion Sol zu arbeiten. Deine Organe und dein Blut sind auf jeden Fall in Ordnung.“
Alanée gab sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden. Ihre innere Stimme sagte ihr, dass
dies nicht die ganze Wahrheit war. Da war doch noch etwas geschehen! Sie bat Gott
innerlich um Aufklärung. Da durchfuhr es Alanée wie ein Blitz.
„Irgendetwas hat mich gestochen, hier am rechten Oberschenkel.“ Die Einstichstelle war
bei genauem Hinsehen deutlich zu erkennen.
„Seltsam“, sagte Sahim. „In deinem ganzen Körper kann ich keinen Hinweis auf einen
Fremdkörper finden. Falls etwas Fremdes in dich eingedrungen sein sollte, hat es sich
sofort aufgelöst.“
„Falls, genau. Vielleicht war ja gar nichts“, tat sie ihre dunklen Vorahnungen ab und gab
sich bewusst unbeschwert. „Ich fühle mich jedenfalls gut. Ich kann meinen Dienst
beginnen.“
„In Ordnung. Doch komme jeden Tag einmal zur Untersuchung zu mir. Falls doch noch
Veränderungen auftreten sollten, ist es wichtig, dass wir sie so schnell wie möglich
entdecken.“
„Das tue ich, Sahim. Commander, nun komme ich mit dir.“
Anthart schmunzelte. Seine Tochter schien tatsächlich wieder in ihrem Element zu sein –
glücklicherweise.
Gemeinsam betraten Anthart und Alanée die Brücke, um ihre Aufgaben zu erfüllen.
Trentoré berichtete ihm, dass zur Zeit alles ruhig verlief. Sie konnten sich auf die
Routinearbeiten konzentrieren. Anthart gab jedoch den Befehl an alle Sicherheitskräfte,
das Raumschiff nach einer verdächtig wirkenden Person oder einem verdächtig wirkenden
Wesen zu durchsuchen. Ein schwieriges Unterfangen, da sie überhaupt keine
Anhaltspunkte hatten. Doch eine Möglichkeit blieb ihnen noch.
„Alanée, bist du damit einverstanden, dich einer Hypnose zu unterziehen?“
„Wegen des Einstichs?“
„Ja. Vielleicht erkennst du in der Hypnose, wer es gewesen ist, der dir das angetan hat,
oder dir fällt noch etwas anderes ein, das wichtig ist für die Aufklärung dieses Vorfalls“,
erklärte Anthart seiner Tochter, die daraufhin einwilligte: „Ich bin bereit. Ich möchte auch
wissen, was mit mir geschehen ist.“
„Gut, Alanée.“
Anthart informierte Dr. Sahim über Sprechfunk. Der Arzt war ebenfalls bereit und hatte
Zeit, die Hypnose sofort durchzuführen. Doch auch die Hypnosesitzung brachte keine
Aufklärung. Die Erinnerung war blockiert. Es war wie verhext. Der Verdacht erhärtete sich,
dass Alanée manipuliert wurde. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als sie weiterhin im
Auge zu behalten.
Lange Zeit nach diesem Zwischenfall ging alles gut. Die Untersuchungen des Arztes an
Alanée brachten keine neuen Ergebnisse. Doch eines Tages erschien ein unbekanntes
Wesen an Bord. Es hatte eine menschliche Form, war aber viel robuster und nur einen
Meter groß. Auf keine ihrer Fragen gab es eine Antwort, und wenn sie es zu sehr
bedrängten, stellte es sich bewusstlos. So sperrten sie es in einem der unbewohnten
Quartiere ein. Anthart gab den Befehl, dass es rund um die Uhr bewacht wurde, und dass
weitere Verhöre durchgeführt wurden. Vielleicht war auf telepathischer Ebene etwas über
die Herkunft dieses Wesens herauszubekommen und über den Grund seines Erscheinens
an Bord der Elion Sol. Doch das Wesen wusste seine Gedanken gut abzuschirmen.
Auf der Brücke ertönte Alarm. Ein kurzer Blick auf die Überwachungsinstrumente zeigte
Emanuel, dass sich jemand im Kontrollraum befand und von dort aus einen anderen Kurs
eingegeben hatte. Er konnte den ursprünglichen Kurs nicht wiederherstellen. Jede Eingabe
wurde blockiert. Sofort begaben sich Admiral Anthart und Emanuel auf den Weg dorthin,
zusammen mit fünf Sicherheitsoffizieren. Wie erstaunt waren sie, dass sie Alanée dabei
ertappten, als sie gerade aus dem Kontrollraum kam und hastig die Tür hinter sich schloss.
Anthart lief sofort auf seine Tochter zu, packte sie am Arm und fragte sie streng, was sie
im Kontrollraum zu suchen hatte.
„Ich weiß auch nicht, wie ich in den Raum gekommen bin. Ich hatte nicht vor, ihn zu
betreten. Aber warum bist du denn so aufgeregt? Ist etwas passiert?“ Alanée schien die
Ruhe selbst zu sein.
„Ja, du hast das Raumschiff auf einen anderen Kurs gebracht, und wir konnten die
Änderung von der Brücke aus nicht wieder rückgängig machen.“
„Aber ich bin mir nicht bewusst, dass ich das getan habe“, erklärte Alanée, die sich keiner
Schuld bewusst war.
In dem Moment erhielt Anthart von der Brücke die Nachricht, dass es Trentoré geglückt
war, das Raumschiff wieder auf den gewünschten Kurs zu bringen. Anthart fragte sich, wie
das so schnell funktionieren konnte. Da kam dem Commander eine Idee.
„Alanée, warst du etwa vorher bei dem unbekannten Wesen?“
„Ja, ich war eingeteilt, es zu bewachen.“
„Erzähle mir ganz genau, was du da gemacht hast!“, forderte Anthart seine Tochter auf.
„Ich habe es nur beobachtet – bis es sich unsichtbar gemacht hat. Da habe ich versucht,
ob ich gedanklich mit dem Wesen Kontakt aufnehmen kann. Ich wollte erkennen, wo es
sich befindet. Dann habe ich mich plötzlich im Kontrollraum wiedergefunden. Ich weiß
wirklich nicht, wie ich da hineingekommen bin. Da ich ihn nur mit einer Begleitperson
betreten darf, habe ich ihn so schnell wie möglich wieder verlassen.“
„Emanuel, hast du das eben gehört?“, fragte Anthart seinen Mitarbeiter.
„Ja, scheinbar hat Alanée das Wesen durch ihre Gedankenbrücke befreit.“
„Genau. Und wahrscheinlich hält es sich noch im Kontrollraum auf. Das wird ja immer
schöner. Nun kann es sogar einen abgeschlossenen Raum verlassen, einfach so, nur durch
telepathischen Kontakt. Das hat mir gerade noch gefehlt.“
Anthart nahm seinen Kommunikator zur Hand und schaltete ihn so, dass er auf allen
Decks des Raumschiffes zu hören war.
„Achtung! An alle! Hier spricht Admiral Anthart. Niemand darf den Kontrollraum betreten.
Bis auf Widerruf. Anthart. Ende.“
„Warum hast du das angeordnet?“, fragte Alanée ihren Vater.
„Das will ich dir genau sagen. Sobald jemand den Kontrollraum betritt, der Ahnung von
den technischen Geräten hat, zapft das Wesen dessen Wissen an und ist dadurch in der
Lage, das Raumschiff auf einen anderen Kurs zu bringen. So wie es ihm durch dein Wissen
möglich war. Zum Glück bist du nur kurz geblieben. Nachdem du den Raum verlassen
hattest, konnte sofort eine Kurskorrektur durchgeführt werden. Daher wissen wir nun,
dass dieses Wesen unser Wissen nicht speichern kann, sondern nur durch unmittelbaren
Kontakt abrufen kann. So kann also nichts passieren, solange wir dem Raum fernbleiben.“
„Aber könnte es nicht überall sein, wenn es durch Wände gehen kann?“, wandte Emanuel
ein.
„Allerdings, es sei denn, es braucht dazu ebenfalls eine telepathische Verbindung, so wie
ich es vermute. Alanée kann sich vor Übergriffen noch nicht schützen, die anderen beiden
Neulinge ebenfalls noch nicht. Es ist wichtig, dass sie verstärkt geschult werden, ihre
Gedankenkraft schützend einzusetzen. Am besten sofort“, ordnete Anthart an.
Gemeinsam gingen sie in den Schulungsraum. Dorthin bestellte Anthart auch Trentoré,
Namira und Leona. Er klärte über die Gefahr auf, in der sie steckten, wodurch die
Fähigkeit der absoluten Gedankenkontrolle Voraussetzung für das Überleben der gesamten
Besatzung geworden war. Denn sobald die Wesenheit die Kontrolle über das Raumschiff
bekommen sollte, würde es das Raumschiff in die Richtung einer Sonne lenken. Das
erkannten sie aufgrund der Koordinaten, die das Wesen eingegeben hatte.
Damit schloss Anthart seinen Bericht und übergab an seinen Bruder Trentoré. Der übte
daraufhin mit den dreien geduldig und unermüdlich so lange, bis er sicher war, dass sie
sich wirksam schützen konnten.
Nun kam es auf die Probe aufs Exempel an. Anthart wurde darüber informiert, dass er mit
den Neulingen in die Nähe des Wesens ging, das mittlerweile von den Sicherheitsoffizieren
wieder in sein Quartier gebracht worden war. Es gelang ihnen aufgrund ihrer Fähigkeit,
ihre Gedanken gezielt einzusetzen. Von unschätzbarem Wert war für sie auch, dass einige
von ihnen hellsichtig waren, so dass sich das Wesen vor ihnen nicht verstecken konnte.
Bei Namira und Leona lief alles glatt, doch als Alanée an der Reihe war, unterlag sie wieder
dem Einfluss des unbekannten Wesens. Zunächst dachte Trentoré, dass sie sich noch nicht
richtig schützte und übte deshalb mit ihr weiter. Doch als ihre geistige Abgrenzung
wiederholt keine Wirkung zeigte, vermutete er einen anderen Grund für Alanée’s
Schutzlosigkeit. Trentoré wagte kaum, es seiner Nichte gegenüber auszusprechen. Doch
Alanée bemerkte sofort an seinem besorgten Gesichtsausdruck, dass etwas
Schwerwiegenderes der Grund dafür war, dass sie noch immer unfähig war, sich
gegenüber dem Wesen abzugrenzen. Alanée sprach aus, was Trentoré dachte.
„Die Manipulation ist die Ursache, nicht wahr?“
„Ja, ich vermute es.“
Alanée wünschte sich, dass Trentoré’s Antwort ein Nein gewesen wäre, doch etwas in ihr
wusste, dass dies tatsächlich die Ursache für ihr Versagen war. Sie befürchtete, dass ihr
Vater gezwungen war, eine Entscheidung zu treffen, die ihr überhaupt nicht gefallen
würde. Auf der anderen Seite hatte sie nun vielleicht endlich die Chance, von dem Wesen
zu erfahren, wie die an ihr vorgenommene Manipulation wieder rückgängig gemacht
werden konnte. Nur, allein durfte sie nicht mehr in die Nähe des Wesens. Alanée hoffte,
dass ihr Vater sie unterstützen würde. Vielleicht gab es ja sogar noch eine andere Lösung.
Nachdenklich legte Anthart den Bericht auf seinen Schreibtisch zurück. Es blieb ihm keine
Wahl. Er hatte eine Entscheidung zu treffen. Alanée war zu einem Sicherheitsrisiko für die
gesamte Besatzung geworden. Dem Bericht des Arztes zufolge wurde sie das Opfer einer
Manipulation, die sie nicht beheben konnten. Anthart hatte seine Tochter Alanée vom
Praktikum auszuschließen. Das fiel ihm nicht leicht, da er wusste, wie gerne sie in der
Raumfahrt arbeitete. Doch er hatte die Konsequenzen zu ziehen. Anthart rief Alanée über
ihren Kommunikator zu sich in sein Privat-Office.
Kurz darauf erschien sie mit bangem Herzen bei ihm. Anthart brachte es kaum übers Herz, seiner Tochter reinen Wein einzuschenken. Er hatte wohl zu besorgt ausgesehen, denn Alanée fragte ihn mit ihrer spontanen, direkten Art:
„Shannah, bitte sage mir, was los ist. Du siehst älter aus als du bist.“
„So schlimm ist es? Kein Wunder, es fällt mir auch sehr schwer, was ich dir mitzuteilen
habe“, gestand Anthart seiner Tochter offen.
Alanée ahnte nichts Gutes. Da hörte sie ihren Vater bereits sagen:
„Ich habe hier den Bericht der Untersuchungskommission vorliegen. Danach ist es besser,
wenn du dir einen anderen Beruf auswählst. Du stellst durch die an dir vorgenommene
Manipulation ein zu hohes Risiko dar.“
„Bitte, sag‘ das nicht! Es gibt immer eine Lösung!“, beschwor Alanée ihren Vater
aufgeregt.
Anthart entgegnete schweren Herzens: „In deinem Fall leider nicht, zumindest nicht gleich.
Das Wesen hat uns noch keine Auskunft gegeben. Es schweigt hartnäckig. Wir arbeiten
natürlich weiter daran, dich von der Manipulation zu befreien, aber solange wir kein Mittel
dagegen in der Hand haben, ist es besser, du fliegst nach Metharia zurück.“
Alanée war betroffen. Das konnte doch nicht die einzige Lösung sein! Ihrem Vater gab sie
zu bedenken: „Aber vielleicht wollen die Manipulanten genau das bezwecken. Da bin ich
ihnen dann schutzlos ausgeliefert und gefährde noch dazu unsere Familie. Hier sind
wenigstens Experten an Bord, die mir helfen können, sobald ich mich merkwürdig
verhalten sollte. Und bis jetzt ist doch noch gar nichts weiter mit mir passiert. Ich fühle
mich so normal wie sonst auch. Oder glaubt ihr, dass ich unbewusst geheime
Informationen preisgebe?“
„Nein, das ist ausgeschlossen“, erwiderte Anthart. „Du bist ja erst am Anfang deiner
Ausbildung. Aber die an dir vorgenommene Manipulation hat womöglich Auswirkungen,
die wir noch gar nicht abschätzen können. Alanée, sei vernünftig. Lass dich von Emanuel
zurückfliegen!“, appellierte Anthart an den Weitblick seiner Tochter.
„Na schön, wie du meinst“, sagte sie resigniert. Alanée war unendlich traurig. Eine Welt
schien in ihr zusammenzubrechen. Der Beruf, auf den sie sich von Kindheit an vorbereitet
hatte, war mit einem Male in weite Ferne gerückt. Alanée fühlte sich vom Schicksal
betrogen und verstummte traurig.
Anthart wäre es lieber gewesen, sie hätte ihm wütend ihre Meinung gesagt. Das war er
von Alanée gewohnt, und damit hatte er gelernt umzugehen. Doch diesen Gefallen tat sie
ihm diesmal nicht. …
4 Einleitung Teil II: „Alanée’s Erdenleben“
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Mein jetziges Erdenleben begann – wie bereits erwähnt – im Februar 1960. Ich wurde
schon früh auf meinem spirituellen Weg mit spontanen Einblicken in meine früheren Leben
konfrontiert. Zum ersten Mal geschah es, als ich im Herbst 1986 zu meditieren begann.
Ich nahm innerlich wahr: „Deine Mutter ist gestorben.“ Ich war erschrocken. Was sollte
das bedeuten? Meine Mutter lebt doch und ist gesund!
Dann sah ich ein weißes Kreuz und nahm mich selbst als ein kleines Mädchen wahr, circa
drei Jahre alt. Einen großen schlanken Mann nahm ich rechts von mir wahr, der von
meinem Gefühl her mein Vater war. Gemeinsam standen wir am Grab seiner Frau –
meiner Mutter! Da wurde mir bewusst, dass ich einen Einblick in eines meiner früheren
Leben erhalten hatte. Wir gehörten zu einem Siedlertreck, der sich auf dem Weg in den
Westen von Amerika befand. Meine damalige Mutter starb, als wir in den Hinterhalt einer
Räuberbande gerieten.
Zunächst stoppte dieses Erlebnis meinen Drang, weiterhin allein zu meditieren. Ich fühlte
mich überfordert, meine Einblicke ohne Unterstützung zu verarbeiten. Doch es dauerte nur
ein paar Wochen, bis ich wieder Vertrauen fasste, auf innere Reisen zu gehen. Durch
tägliche Meditationen lernte ich, in deutlichen Kontakt mit meiner inneren Führung zu
kommen. Mit der Zeit erhielt ich immer wieder Visionen aus lichtvollen Welten, erlebte
Begegnungen mit meinem Schutzengel Emanuel und aufgestiegenen Meistern – und
zusätzlich wurden mir weiterhin Einblicke in meine früheren Leben gewährt. Meistens
geschah es dann, wenn noch etwas zu klären war zwischen mir und einer anderen Person,
der ich im jetzigen Leben begegnete. War es wichtig, wurden mir Szenen aus einem oder
mehreren unserer gemeinsamen früheren Leben gezeigt, damit ich erkennen konnte, was
uns noch von Seele zu Seele verband und zu lösen war. Anschließend hatte ich entweder
im Geiste die betreffende Person um Verzeihung zu bitten, oder es ging darum, dass ich
der Person innerlich von Herzen vergab. Außerdem befreite ich mich von den einengenden
Glaubensmustern, die ich durch gravierende Erlebnisse in einigen meiner früheren Leben
angenommen hatte und die sich bis zu dem Zeitpunkt noch in meiner jetzigen Inkarnation
auswirkten. Mein geistiges Team half mir einfühlsam dabei, diese Einblicke zu verarbeiten.
Das habe ich in vielen Fällen selbst erlebt, wie es in den folgenden Kapiteln beschrieben
ist.

Teile mit Freude : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • Webnews
  • MySpace
  • Live-MSN
  • email
  • Print